11 August 2010 ~ 0 Comments

Album der Woche: Lydia Daher – Lydia Daher

Manchmal dauert es, bis man sich für etwas begeistert. Sei es ein besonderes Nudelgericht, eine Epoche der Literatur, ein Fußballspieler, der erst im Herbst seiner Karriere richtig aufblüht – oder eben ein Autor beziehungsweise eine Autorin. Bei Lydia Daher, Dichterin und Musikerin, dauerte es nicht so lange. Aufmerksam auf sie geworden bei einer Ausstrahlung von “WDR Poetry Slam”, gastierte sie im letzten Jahr zum ersten Mal in Lüdenscheid, um sich gegen zwei Kontrahenten im Wettbewerb um das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz durchzusetzen. Auch ich gab ihr damals als Zuschauer “meine” Zuschauerstimme, die ja teilweise bei der Abstimmung durch die Jury berücksichtigt wurde.

Am 29. April kam sie noch einmal nach Lüdenscheid und gab a capella und teilweise mit ihrer Klampfe ihre Texte zum Besten. An dem Abend erwarb ich die hier empfohlene CD, die textlich und musikalisch überzeugt. Ich möchte hier nicht das Feuilleton wiederholen, deswegen reicht der Verweis auf die  Zitate der Journaille auf Lydia Dahers Seite vollkommen aus. So gefällt Pop.

Und für die, die nicht nur Popmusik, sondern auch hochwertige Texte präferieren, kommen bei Lydia Daher auf ihre Kosten. Bemerkenswert: Die Musik wurde von ihr alleine eingespielt. Im Oktober wird ihr zweites Album, diesmal mit Band, bei Trikont erscheinen. Die Wartezeit sich mit Lydia Dahers erstem Album zu verkürzen ist ein Muss.

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