19 Februar 2012 ~ 0 Comments

Zum FC Bayern

Der FC Bayern München kam gestern nicht über ein 0:0 gegen den SC Freiburg hinaus. Dabei verwunderten sowohl die Starre des Bayernspiels als auch die gute Abwehrarbeit der Breisgauer. Hier zeigt sich das grundsätzliche Problem des Rekordmeisters: Gegen Mannschaften, die gut verteidigen können und dabei vor allem mit ihren Reihen recht weit vorne stehen und das Verschieben innerhalb des Spielfelds gut verstehen, kann der FC Bayern nicht gewinnen.

Das Spiel wurde bestimmt durch lange Bälle nach vorne und die typischen Philipp-Lahm-Rück-oder-Seitpässe. Dass letztere so langsam pathologisch sind, ist die eine Sache. Philipp Lahm baut zudem keinerlei Druck auf und behindert durch sein Aufbauspiel jeglichen Spielfluss. Vielleicht wäre es auch für den Kapitän der Bayern an der Zeit für eine kleine Spielpause. Viel schlimmer jedoch waren die langen Bälle nach vorne: Wer nur mit einem Mittelstürmer spielt, sollte keine langen Bälle nach vorne spielen. Sichere Ballverluste lieferte am vergangenen Spieltag nur Mats Hummels.

Gerade wo Stammspieler und Tragsäulen für das Bayern-Spiel wie Bastian Schweinsteiger ausfallen, muss man auch einen Systemwechsel wagen können. Warum spielt der FC Bayern gegen Beton anrührende mit zwei nominellen Sechsern? Wenn ein Gegner so spielt wie gestern der SC Freiburg, kann man wenig Spielwitz erzeugen. Der hätte nur entstehen können, wenn Freiburg zur Öffnung des Spiels gezwungen worden wäre. Dieser Zwang hätte nur bei einem Gegentor bestanden. Jupp Heynckes hätte also auf David Alaba – oder den ohnehin schwachen Rafinha – in der Start-Elf verzichten müssen und neben Gomez einen wie Petersen aufstellen müssen. Dann hätten lange Bälle auf Gomez, der dann auf Petersen hätte “abtropfen” können, Sinn gemacht. Im aktuellen System rührt der FC Bayern gegen taktisch stark verteidigende Mannschaften selbst Beton an.

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